WILHELM KEMPFF: "LEGENDE" OP. 65


Die "Legende" für Klavier und Orchester op. 65 wurde von Kempff in der Zeit nach dem Krieg (1947) unter dem Eindruck der grausamen Katastrophe komponiert. Sie trägt als Motto den Ausspruch von Ricarda Huch: "Wüsst ich ein Lied unser Elend zu singen - es würde Steine bewegen und Eisen durchdringen". Kempffs Neigung zu vollkommener Schönheit aber lässt die Trauer und die Dramatik in überaus ästhetischer Form erscheinen. So belebt dieses Werk die Tiefe seelischer Empfindungen und bereichert das ethische Gefühlsleben. Rüdiger Steinfatt spielte dieses Werk nach über fünfzig Jahren "Dornröschenschlaf" erstmalig im November 2003 in Zhong-Li (Taiwan), wo es vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen wurde.

Klavier und Orchester
Orchesterbesetzung: 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 4 Hörner, 3 Trompeten 3 Pauken, Becken und Streicher.
Spieldauer: 22 Minuten



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